Ferienwohnung Bornholm

Sehenswürdigkeiten auf Bornholm: Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten

Bornholm ist eine Insel, die man so schnell nicht vergisst. Die dänische Ostseeinsel liegt geografisch näher an Schweden als an Kopenhagen und hat einen ganz eigenen Charakter entwickelt – wild und rau im Norden, sanft und sonnenverwöhnt im Süden. Wer hierher kommt, findet mittelalterliche Ruinen, geheimnisvolle Kirchen, lebendige Kunstszene und kulinarische Entdeckungen, die keine andere Ostseedestination so bietet.

Hammershus: Nordeuropas größte Burgruine

Kein Besuch auf Bornholm wäre vollständig ohne einen Abstecher nach Hammershus. Die mächtige Ruine thront auf einem Granitfelsen im Nordwesten der Insel, 74 Meter über dem Meer – und macht damit schon aus der Ferne deutlich, warum sie als die größte mittelalterliche Burganlage Nordeuropas gilt.

Die Geschichte der Burg reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Über Jahrhunderte war Hammershus mal dänisch, mal schwedisch, mal hanseatisch – ein strategischer Punkt, um den viele gekämpft haben. Heute spaziert man durch die Ruinenlandschaft und lässt den Blick über die Ostsee schweifen.

Praktisches: Hammershus ist ganzjährig zugänglich, der Eintritt ist frei. Das Besucherzentrum direkt neben der Anlage erklärt die Geschichte anschaulich und ist von April bis Oktober geöffnet. Festes Schuhwerk empfiehlt sich – das Gelände ist weitläufig und stellenweise uneben.

Die Rundkirchen: Einmalig in Dänemark

Bornholm ist die einzige Region in Dänemark, die gleich vier romanische Rundkirchen besitzt. Østerlars, Nyker, Nylars und Olsker – jede hat ihren eigenen Charakter, aber alle teilen diese ungewöhnliche Bauweise mit dicken Mauern, die nicht nur religiösen Zwecken dienten, sondern auch als Zufluchtsort bei Feindangriffen.

Die Kirche in Østerlars ist die größte und bekannteste. Das Innere überrascht mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert, die trotz ihres Alters noch farbig leuchten. Die Kirchen sind in der Hauptsaison (Mai bis Oktober) täglich geöffnet, meist ab 9 oder 10 Uhr. Der Eintritt kostet je nach Kirche zwischen 10 und 15 dänischen Kronen – also weniger als zwei Euro.

Wer alle vier besuchen möchte, plant am besten einen ganzen Tag ein und kombiniert die Tour mit einem Stopp in den umliegenden Dörfern.

Kunstmuseum Bornholm

Die Insel hat eine ungewöhnlich lebendige Kunstszene – und das Kunstmuseum in Rønne zeigt, woher diese Tradition stammt. Zahlreiche Künstler ließen sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert auf Bornholm nieder, angezogen vom besonderen Licht der Insel.

Das Museum beherbergt eine beeindruckende Sammlung dänischer Malerei, vor allem aus der sogenannten Bornholmer Schule. Neben den Dauerausstellungen gibt es wechselnde Sonderausstellungen zeitgenössischer Kunst. Geöffnet ist das Museum ganzjährig, im Sommer täglich, in der Nebensaison mit reduzierten Öffnungszeiten. Der Eintritt liegt bei etwa 100 dänischen Kronen für Erwachsene.

Die Räuchereien: Kulinarisches Erbe der Insel

Wer einmal an einer der typischen Bornholmer Räuchereien vorbeigelaufen ist und den Geruch von geräuchertem Hering in der Nase hatte, versteht sofort, warum dieses Handwerk zur Insel gehört wie die Rundkirchen.

In Güdhjem und Allinge gibt es noch echte, traditionell betriebene Røgerier – die dänischen Räuchereien. Der geräucherte Hering, hier liebevoll Sol over Gudhjem genannt, wird mit einem rohen Eigelb, Radieschen und Schnittlauch auf Schwarzbrot serviert. Ein Erlebnis, das man nicht im Supermarkt findet.

Svaneke und Allinge – die schönsten Städtchen

Neben den großen Sehenswürdigkeiten lohnt es sich, einfach durch die kleinen Orte zu schlendern. Svaneke im Osten der Insel gilt als das am besten erhaltene mittelalterliche Städtchen Dänemarks und hat zahlreiche Preise für sein Ortsbild gewonnen. Die Gassen, die Windmühle, das alte Rathaus – alles wirkt wie aus einem anderen Jahrhundert.

Allinge im Norden ist lebhafter und hat einen hübschen Hafen. Hier startet auch der Weg zu Hammershus, und es gibt mehrere gute Restaurants direkt am Wasser.

Der Almindingen: Grüne Mitte der Insel

Wer einen Kontrast zur Küste sucht, findet ihn im Almindingen, dem größten Wald auf Bornholm. Wanderwege führen durch Kiefernwälder und an Felsformationen vorbei. Ein Aussichtsturm auf dem höchsten Punkt der Insel, dem Rytterknægten (162 Meter), bietet bei gutem Wetter einen Panoramablick über fast die gesamte Insel.

Der Eintritt ist frei, der Wald ist immer zugänglich.

Planungstipps

Die Hauptsaison auf Bornholm ist Juli und August – dann sind alle Attraktionen geöffnet, aber auch voller. Wer im Juni oder September kommt, erlebt die Insel angenehm ruhiger, mit denselben Sehenswürdigkeiten und deutlich weniger Gedränge.

Für alle wichtigen Sehenswürdigkeiten reichen drei bis vier Tage, um die Highlights zu sehen. Wer tiefer eintauchen möchte – in die Kunst, die Küche, die Wanderwege – sollte mindestens eine Woche einplanen. Mit einer Ferienwohnung als Basis lässt sich die Insel in aller Ruhe und auf eigene Faust erkunden, ohne auf Restaurantöffnungszeiten oder Hotelfrühstücke angewiesen zu sein.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und aktuellen Veranstaltungen bietet bornholm.info – das offizielle Tourismusportal der Insel mit deutschsprachigen Inhalten.